Zapier, Make und n8n vs. Laravel. Wann sich eigener Code rechnet
Zapier, Make und n8n sind großartig, um zwei Tools in einer Stunde zu verbinden. Ein Formular landet im CRM, eine Bestellung erzeugt eine Rechnung, ein neuer Kunde bekommt eine Willkommensmail. Wir nutzen Make selbst, etwa für die Anbindung unseres Newsletters.
Schwierig wird es, wenn aus drei Automationen dreißig geworden sind, die Rechnung jeden Monat steigt und sich niemand mehr traut, einen Ablauf anzufassen. Dann lohnt sich die Frage, ob die wichtigsten Abläufe in eine eigene Anwendung gehören.
So rechnen die Plattformen ab
Alle drei verrechnen nach Nutzung, jede auf ihre eigene Art. Die Zahlen sind Stand Oktober 2026.
Zapier zählt Tasks. Jeder erfolgreich ausgeführte Aktionsschritt ist ein Task, der Trigger zählt nicht. Der Professional-Tarif startet bei 29,99 $ im Monat für 750 Tasks und reicht bis 5.099 $ für 2 Millionen. Wer das Kontingent überschreitet, zahlt pro zusätzlichem Task das 1,25-Fache des Grundpreises bei jährlicher Abrechnung und das 2,5-Fache bei monatlicher.
Make zählt Credits. Jede Modul-Aktion in einem Szenario kostet einen Credit, also jedes Lesen, Anlegen, Aktualisieren und Umformen von Daten. Die bezahlten Tarife starten bei 9 $ im Monat für 10.000 Credits.
n8n zählt Ausführungen. Ein kompletter Durchlauf ist eine Ausführung, egal wie viele Schritte er hat. In der Cloud kostet der Starter-Tarif 20 € im Monat für 2.500 Ausführungen bei jährlicher Abrechnung. Selbst gehostet ist die Community Edition kostenlos, dann liegt der Betrieb bei dir.
Die aktuellen Preise stehen auf den Seiten von Zapier, Make und n8n.
Ein Rechenbeispiel
Nimm einen typischen Ablauf. Eine Bestellung kommt aus dem Shop, wird geprüft, ins ERP übertragen, im CRM vermerkt und per Mail bestätigt. Das sind ein Trigger und vier Aktionen.
Bei 200 Bestellungen am Tag sind das 800 Tasks täglich und rund 24.000 im Monat. Damit liegst du bei Zapier weit über dem Einstiegstarif. Bei Make zählt zusätzlich jeder Schritt, der Daten umformt, den Zapier nicht berechnet. Und das ist ein einziger Ablauf. Die meisten Unternehmen, mit denen wir sprechen, haben zehn oder zwanzig davon.
Rechne die monatliche Summe auf drei Jahre hoch. 300 € im Monat sind 10.800 €, und da ist die Zeit noch nicht dabei, die jemand mit Fehlersuche verbringt. In vielen Fällen bekommst du für dieses Budget eine kleine eigene Anwendung, die genau diese Abläufe abbildet. Danach zahlst du Hosting und Wartung, aber keinen Preis mehr pro Ausführung.
Das eigentliche Problem ist selten der Preis
Die Kosten sind meistens der Anlass. Was im Alltag mehr schmerzt, sind diese Punkte.
Niemand traut sich ran. Die Automationen hat jemand gebaut, der nicht mehr da ist. Dokumentation gibt es keine.
Ein Anbieter ändert etwas, und alles steht. Wenn ein Connector umgestellt wird oder eine API eine neue Version bekommt, brechen Abläufe still ab.
Fehler fallen spät auf. Ein fehlgeschlagener Schritt steht im Verlauf der Plattform. Das hilft nur, wenn jemand nachsieht.
Die Logik ist verstreut. Regeln stecken in Filtern, Pfaden und Formatierungsschritten, verteilt über Dutzende Szenarien.
Testen geht kaum. Eine Änderung probierst du meistens direkt mit echten Daten aus.
Wie das in Laravel aussieht
In einer Laravel-Anwendung wird aus jedem Ablauf ein Stück Code mit klarer Struktur. Ein Webhook oder ein Formular löst einen Job aus. Der Job prüft die Daten, wandelt sie ins Format des Zielsystems um und überträgt sie. Queues und einen Scheduler bringt Laravel von Haus aus mit.
Der Unterschied zeigt sich im Betrieb. Schlägt ein Schritt fehl, versucht die Queue es automatisch erneut und meldet sich, wenn es endgültig nicht klappt. Jede Regel steht an einer Stelle im Code, hat Tests und geht über ein Review live. Dazu kommt meistens ein kleines Management-Interface, in dem dein Team sieht, was gelaufen ist, und fehlgeschlagene Vorgänge selbst neu anstoßen kann.
Wann du bei Zapier oder Make bleiben solltest
Eine eigene Anwendung bringt Verantwortung mit. Schnittstellen, Monitoring und Updates liegen dann bei dir oder bei deinem Entwicklungspartner. Das lohnt sich längst nicht für alles.
Wenige Ausführungen. Ein Ablauf, der zehnmal am Tag läuft, kostet kaum etwas.
Viel Experimentieren. Wenn sich Abläufe jede Woche ändern und das Fachteam sie selbst baut, ist ein visuelles Tool genau richtig.
Viele Apps mit wenig Logik. Die Stärke der Plattformen sind Tausende fertige Connectors. Die baut man nicht nach.
Oft ist eine Mischung am besten. Die drei, vier Abläufe, die geschäftskritisch sind und tausendfach laufen, wandern in eine eigene Anwendung. Der Rest bleibt, wo er ist.
So findest du heraus, was sich lohnt
Die Rechnung aufschlüsseln. Welche Szenarien verbrauchen die meisten Tasks oder Credits? Das zeigen alle drei Plattformen in ihrer Nutzungsübersicht.
Kritische Abläufe markieren. Was passiert, wenn dieser Ablauf einen Tag lang nicht läuft?
Drei Jahre rechnen. Laufende Kosten mal 36 gegen einmalige Entwicklung plus Hosting und Wartung.
Mit einem Ablauf anfangen. Der teuerste oder fehleranfälligste zuerst. Wenn das funktioniert, folgt der nächste.
Du willst wissen, welche deiner Automationen sich als eigene Anwendung lohnen? Zeig uns die teuersten, wir rechnen es mit dir durch. Kostenloses Erstgespräch buchen →
Häufige Fragen
Wie rechnet Zapier ab?
Was kostet Make?
Was ist der Unterschied zwischen Zapier, Make und n8n bei den Kosten?
Ab wann lohnt sich eine eigene Anwendung statt Zapier oder Make?
Kann Laravel Zapier ersetzen?
Kann ich Zapier und eine eigene Anwendung kombinieren?
Das könnte dich auch interessieren
OpenAI bringt Dots, Agents mit eigenem Computer
OpenAI bringt Dots, Agents mit eigenem Computer, Gemini 4 Argon bleibt gesperrt, Cloudflare lässt Agents zahlen, und Apple plant ein HomePad.
Das Support-Ende von .NET 8 und was du jetzt tun solltest
.NET 8 und .NET 9 verlieren am 10. November 2026 den Support. Wann das Upgrade auf .NET 10 reicht und wann sich ein neues Frontend mehr lohnt.
Anthropic und OpenAI haben am selben Dienstag ihre Preise gesenkt
Opus 5.5 und GPT-6 senken am selben Tag die Preise, Jev antwortet ohne Text, Meta bringt Muse in eine Brille, und Rabbit baut den R1 nicht mehr.
Ready to connect the dots?
Hi, ich bin Emir, CEO und Mitgründer von Dotbite.
Du hast eine interessante Idee für ein digitales Projekt und suchst einen Sparringspartner, der die Herausforderung gemeinsam mit dir angeht?
Dann bist du bei uns genau richtig.