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Interne Tools mit Power Apps oder Retool. Wann sich eigener Code lohnt

Low-Code-Plattformen wie Microsoft Power Apps, Retool, Mendix oder Airtable sind gemacht, um interne Tools schnell zu bauen. Eine Tabelle, ein paar Formulare, eine Freigabe, fertig. Oft baut das jemand aus der Fachabteilung an einem Nachmittag.

Mit der Zeit hängt eine ganze Abteilung an dem schnellen Tool. Es läuft seit Jahren, es ändert sich kaum noch, und es kostet jeden Monat pro Nutzer.

So rechnen die Plattformen ab

Die Zahlen sind Stand Oktober 2026.

Die aktuellen Preise stehen bei Power Apps und Retool.

Ein Rechenbeispiel

Nimm ein Freigabe-Tool für Bestellungen, das 80 Leute nutzen. Mit Power Apps Premium sind das 1.600 $ im Monat, 19.200 $ im Jahr und 57.600 $ über drei Jahre. Für eine Anwendung, die seit zwei Jahren gleich aussieht.

Mit Retool im Business-Tarif, zwei Buildern und 78 internen Nutzern kommst du auf 1.184 € im Monat, also rund 42.600 € über drei Jahre.

Eine eigene Anwendung mit Tabellen, Formularen, Rollen und Freigaben kostet einmal in der Entwicklung und danach Hosting und Wartung. Die Zahl der Nutzer spielt keine Rolle mehr. Ob sich das rechnet, hängt vom Umfang ab. Bei dieser Größenordnung lohnt es sich auf jeden Fall, die Rechnung zu machen.

Neben den Kosten gibt es weitere Gründe

Wie das in Laravel aussieht

Die meisten internen Tools bestehen aus denselben Bausteinen. Ein relationales Datenmodell, Login mit Rollen und Rechten, Tabellen mit Filtern, Formulare, Freigaben mit Status und Benachrichtigungen und ein paar Reports. In Laravel gibt es dafür fertige Bausteine, für Admin-Oberflächen etwa Filament. Damit steht ein internes Tool in wenigen Wochen.

Wichtig ist der Schnitt. Nachgebaut wird die eine Anwendung, die seit Jahren stabil läuft. Den Baukasten der Plattform baut niemand nach. Die Daten werden einmal sauber übernommen, und für eine Übergangszeit können beide Systeme parallel laufen.

Wann Low-Code die richtige Wahl bleibt

So gehst du vor

Dieselbe Rechnung funktioniert übrigens auch für Automationen. Dazu haben wir Zapier vs. Laravel geschrieben.


Du zahlst jeden Monat für ein internes Tool, das sich kaum noch ändert? Wir rechnen mit dir durch, ob sich eine eigene Anwendung lohnt. Kostenloses Erstgespräch buchen →

Häufige Fragen

Was kostet Power Apps pro Nutzer?
Power Apps Premium kostet 20 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Ab 2.000 Lizenzen gibt es einen Volumenpreis von 12 $ pro Nutzer und Monat (Stand Oktober 2026). Ein kostenloser Developer-Plan ist nur zum Bauen und Testen gedacht.
Was kostet Retool?
Retool unterscheidet Builder und interne Nutzer. Im Team-Tarif kosten sie 9 € und 5 € im Monat, im Business-Tarif 46 € und 14 €, jeweils bei jährlicher Abrechnung (Stand Oktober 2026). Bis zu fünf Nutzer sind kostenlos.
Ab wie vielen Nutzern lohnt sich eine eigene Anwendung statt Power Apps?
Eine feste Grenze gibt es nicht, es hängt vom Umfang des Tools ab. Ein Beispiel: 80 Nutzer mit Power Apps Premium kosten 57.600 $ über drei Jahre. Ab dieser Größenordnung lohnt es sich, eine eigene Anwendung durchzurechnen, deren Kosten nicht mit der Nutzerzahl steigen.
Was ist die Delegationsgrenze in Power Apps?
Wenn eine Abfrage nicht an die Datenquelle delegiert werden kann, verarbeitet Power Apps standardmäßig nur die ersten 500 Datensätze, einstellbar auf höchstens 2.000. Bei größeren SharePoint-Listen führt das zu unvollständigen Ergebnissen.
Kann man eine Power-Apps-Anwendung nach Laravel migrieren?
Ja. Nachgebaut wird die konkrete Anwendung mit Datenmodell, Formularen, Rollen und Freigaben. Die Daten aus Dataverse oder SharePoint werden einmal übernommen, und beide Systeme können eine Zeit lang parallel laufen.

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