Bitte wählen Sie aus, welchen Cookie-Kategorien Sie zustimmen möchten.

Kostenloses Live-Webinar am Di, 13.10. um 17 Uhr: KI mit den eigenen Unterlagen und DSGVO-konform. Jetzt Platz sichern
Dotbite

Websites sperren AI-Agents an der Kassa aus

Agents hatten diese Woche einen schweren Stand an der Eingangstür. Websites sperren sie weiter aus, Wikimedia hat OpenAI-Agents beim Danebenbenehmen erwischt, und gleichzeitig haben Microsoft und Nvidia einen Laptop vorgestellt, der genau dafür gebaut ist, sie lokal laufen zu lassen. ChatGPT antwortet jetzt mit interaktiver UI, Mistral hat sein Billionen-Parameter-Modell Large 4 geöffnet, Anthropic hat Haiku 5.5 gebracht, und Uber holt die Robotaxis von Pony.ai nach London. Die Agents sind also früher fertig als das Web rundherum, und genau in dieser Lücke wird im nächsten Jahr viel von unserer Kundenarbeit liegen.

AI-Agents: Endstation an der Kassa

Persönliche Agents wie Muse, Instinct und die Dots von ChatGPT sollen für dich Flüge buchen und Lebensmittel bestellen. In der Praxis fliegen viele von ihnen schon an der Tür raus. Amazon blockt Muse absichtlich. Walmart ist Partner von Muse, aber der "Bist du ein Mensch"-Button bricht Käufe von Agents trotzdem versehentlich ab. Und Yelp lässt nur Agents rein, die für seine Daten zahlen.

Meta, Walmart, Stripe und Sierra haben darauf reagiert und mit der Arbeit an einem offenen Standard begonnen, über den sich Agents bei Unternehmen ausweisen. Meta formuliert es ziemlich direkt. "Turning away a personal agent means turning away the customer behind it."

Die Seiten haben aber ihre Gründe. Die Wikimedia Foundation hat nach eigenen Angaben "rogue" OpenAI-Agents auf ihren Projekten gefunden. Sie haben unerlaubte Edits gemacht, meist in Sandbox-Bereichen, und Millionen automatisierter Requests geschickt, die im Mai womöglich zu einem Ausfall von Wikidata beigetragen haben.

Jeder Shop und jeder Buchungsablauf hat jetzt zwei Arten von Besuchern, und eine Einstellung im Bot-Schutz entscheidet, wer durchkommt. Wenn du E-Commerce-Seiten für Kunden betreust, schau also nach, ob ihr Bot-Schutz still und leise zahlende Kunden wegschickt.

OpenAI: ChatGPT antwortet jetzt mit UI

OpenAI hat Intelligent UI zusammen mit einem neuen GPT-6-Modell in ChatGPT ausgerollt. Antworten können jetzt antippbare Buttons, interaktive Charts, bearbeitbare Graphen und kleine Rechner enthalten, die für genau diese Frage gebaut werden. In der Demo wurde aus der Frage, wie ein Flugzeugflügel Auftrieb erzeugt, eine Reihe von Diagrammen, weitere Beispiele waren eine Wanderkarte und ein persönlicher Sparrechner. Bezahlte Pläne haben es zuerst bekommen, Free und Go folgen am Donnerstag. Wenn du lieber reinen Text willst, kannst du die Visuals zurückdrehen.

Viel Agenturarbeit schaut genau so aus. Kreditrechner, Produktvergleiche, Konfiguratoren und "Finde deinen Tarif"-Quizzes sind klassische Lead-Magneten auf Kunden-Websites, und ChatGPT baut jetzt spontan eine brauchbare Version davon, ohne dass der User die Seite je besucht.

Wenn die Content-Strategie eines Kunden auf interaktiven Tools aufbaut, brauchen diese Tools also etwas, das ChatGPT im Chatfenster nicht erzeugen kann, etwa echte Preise, live Verfügbarkeiten oder die eigenen Daten des Kunden.

Microsoft und Nvidia: Ein Laptop für lokale Agents

Microsoft hat sein erstes Windows- und Surface-Event seit über zwei Jahren abgehalten, und Jensen Huang stand einen großen Teil davon mit auf der Bühne. Das Hauptgerät ist der Surface Laptop Ultra, gebaut rund um Nvidias neuen RTX-Spark-Chip mit bis zu 128 GB Unified Memory und bis zu 1 Petaflop FP4-Leistung für AI, ab 2.599,99 Dollar. Dell, HP, Lenovo, Asus und MSI liefern RTX-Spark-Laptops ab 16. Oktober aus.

Die Software zählt mehr als die Hardware. Copilot kann jetzt mit deiner Erlaubnis lokale Dateien lesen und damit arbeiten, Windows entscheidet pro Aufgabe, ob ein lokales oder ein Cloud-Modell sie übernimmt, und ein neuer "Get Started"-Ablauf richtet beliebte Agents ohne Terminal ein. Microsoft hat außerdem viel Keynote-Zeit darauf verwendet, Agents einzugrenzen, und das zeigt dir, wo die Enterprise-IT nervös ist.

Wer braucht wirklich einen Laptop um 2.600 Dollar, um Modelle lokal laufen zu lassen? Heute ist das eine kleine Gruppe. Aber für Agenturen mit Kunden aus Gesundheit, Recht oder dem öffentlichen Sektor ist "die Daten verlassen das Gerät nie" ein echtes Verkaufsargument, und jetzt kannst du auf Hardware zeigen, die das liefert.

Mistral: Le Chonk ist da

Mistral hat eine öffentliche API-Preview von Mistral Large 4 geöffnet. Es ist ein Mixture-of-Experts-Modell mit rund 1 Billion Parametern, davon 49 Milliarden pro Token aktiv, trainiert in Mistrals eigenen europäischen Rechenzentren. Der offizielle Spitzname ist "le Chonk", locker der beste Modellname des Jahres. Die Gewichte folgen am 27. Oktober, und es deckt mehr als 160 Sprachen ab, darunter jede Amtssprache der EU.

Mistral positioniert es als stärkstes Open-Weight-Modell aus den USA oder Europa und setzt stark auf Cybersecurity, mit 93 Prozent auf Cybench. Beim Coding liegt es aber noch deutlich hinter den geschlossenen Frontier-Modellen.

Für viele Kunden zählt diese Lücke weniger, als du denkst. Österreichische und deutsche Unternehmen fragen, wo ihre Daten verarbeitet werden, lange bevor sie nach Benchmarks fragen, und ein Open-Modell in Frontier-Größe, das du in der EU oder on premise hosten kannst, war bis jetzt immer ein Kompromiss. Wenn die Rechtsabteilung eines Kunden US-APIs blockiert hat, setz Large 4 also auf die Shortlist, sobald die Gewichte da sind.

Anthropic: Haiku 5.5 und eine Migration, die du planen solltest

Anthropic hat Claude Haiku 5.5 gebracht, sein kleines Modell für Arbeit in großen Mengen wie Klassifizierung, Routing, Extraktion und Subagents. Es bekommt ein Kontextfenster von 1M Tokens, bis zu 128k Output-Tokens und Adaptive Thinking. Am selben Tag sind Cache-Reads bei Sonnet 5.5 um 50 Prozent billiger geworden, und Max- und Team-Pläne enthalten jetzt monatliche API-Credits.

Lies aber die Migrationshinweise, bevor du die Model-ID tauschst. Manuelle Thinking-Budgets, Assistant Prefill und eine eigene Temperature liefern jetzt Fehler, Antworten können mit Thinking-Blöcken beginnen, und derselbe Text zählt rund 30 Prozent mehr Tokens als bei Haiku 4.5. Eine Pipeline, die auf Haiku 4.5 kalkuliert ist, musst du also neu durchrechnen.

Haiku läuft still in vielen Kunden-Automationen mit, der Ticket-Sortierer oder Lead-Klassifizierer, den sich seit Monaten keiner angeschaut hat. Wenn du so etwas gebaut hast, behandel das Upgrade als kleines Projekt mit eigenem Testlauf, weil dich ein Modelltausch am Freitagnachmittag hier sicher erwischt.

Uber und Pony.ai: Robotaxis fahren nach London

Uber und Pony.ai haben angekündigt, in den nächsten Wochen Robotaxis der Gen-7 von Pony.ai in London zu testen. Das baut auf dem fahrerlosen Service auf, den die beiden im August in Zagreb mit Verne gestartet haben, dem Betreiber, den Mate Rimac gegründet hat. Beides ist Teil eines Plans für 2.000 Robotaxis in Europa. In London wird es schnell eng, weil Uber dort auch den Start von Wayve unterstützt.

Zagreb ist mit dem Auto rund vier Stunden von Wien entfernt. Jahrelang waren fahrerlose Fahrten ein Thema für die USA und China, und jetzt kommen sie nach Europa, über chinesische Technik, einen kroatischen Betreiber und die App von Uber. Uber will bis Ende 2026 in bis zu 15 Städten autonome Fahrten anbieten.

Diese News kamen zuerst in unserem Dotbite Tech Pulse Newsletter raus. Willst du ihn auch in deiner Inbox?

Häufige Fragen

Warum blockieren Websites AI-Agents wie Muse und ChatGPT Dots?
Manche Seiten blocken Agents absichtlich, etwa Amazon bei Muse. Bei anderen bricht der Kauf versehentlich ab, wie beim "Bist du ein Mensch"-Button von Walmart, und Yelp lässt nur Agents rein, die für seine Daten zahlen. Dazu kommen Sicherheitsgründe. Die Wikimedia Foundation hat OpenAI-Agents erwischt, die unerlaubte Edits gemacht und Millionen automatisierter Requests geschickt haben, die im Mai womöglich zu einem Ausfall von Wikidata beigetragen haben.
Was ist Intelligent UI in ChatGPT?
Intelligent UI ist eine Funktion in ChatGPT, die OpenAI zusammen mit einem neuen GPT-6-Modell ausgerollt hat. Antworten können antippbare Buttons, interaktive Charts, bearbeitbare Graphen und kleine Rechner enthalten, die für genau die gestellte Frage gebaut werden. Bezahlte Pläne haben es zuerst bekommen, Free und Go folgen, und die Visuals lassen sich zurückdrehen, wenn du lieber reinen Text willst.
Was kostet der Surface Laptop Ultra mit Nvidia RTX Spark?
Der Surface Laptop Ultra startet bei 2.599,99 Dollar. Er ist rund um Nvidias RTX-Spark-Chip gebaut, mit bis zu 128 GB Unified Memory und bis zu 1 Petaflop FP4-Leistung für AI. Dell, HP, Lenovo, Asus und MSI liefern RTX-Spark-Laptops ab 16. Oktober 2026 aus.
Wie groß ist Mistral Large 4 und wann kommen die Gewichte?
Mistral Large 4 ist ein Mixture-of-Experts-Modell mit rund 1 Billion Parametern, davon 49 Milliarden pro Token aktiv, Spitzname "le Chonk". Es ist als öffentliche API-Preview verfügbar, die offenen Gewichte folgen am 27. Oktober 2026. Es deckt mehr als 160 Sprachen ab und erreicht 93 Prozent auf Cybench.
Was ändert sich beim Umstieg von Claude Haiku 4.5 auf Haiku 5.5?
Haiku 5.5 bringt ein Kontextfenster von 1M Tokens, bis zu 128k Output-Tokens und Adaptive Thinking. Manuelle Thinking-Budgets, Assistant Prefill und eine eigene Temperature liefern jetzt Fehler, Antworten können mit Thinking-Blöcken beginnen, und derselbe Text zählt rund 30 Prozent mehr Tokens als bei Haiku 4.5. Pipelines, die auf Haiku 4.5 kalkuliert sind, müssen neu durchgerechnet werden.
Wann starten Uber und Pony.ai Robotaxis in London?
Uber und Pony.ai haben im Oktober 2026 angekündigt, in den nächsten Wochen Robotaxis der Gen-7 von Pony.ai in London zu testen. Das baut auf ihrem fahrerlosen Service in Zagreb auf, der im August mit dem Betreiber Verne gestartet ist, als Teil eines Plans für 2.000 Robotaxis in Europa.

Hol dir den Tech Pulse

Jeden Monat recherchieren wir und schreiben für dich, was sich in Tech und AI wirklich bewegt hat. Dazu Tipps und Tricks, wie du AI einsetzt. Das willst du nicht verpassen.

Join Tech Pulse

Das könnte dich auch interessieren

Ready to connect the dots?

Portrait von Emir

Hi, ich bin Emir, CEO und Mitgründer von Dotbite.

Du hast eine interessante Idee für ein digitales Projekt und suchst einen Sparringspartner, der die Herausforderung gemeinsam mit dir angeht?

Dann bist du bei uns genau richtig.