Apples Foldable kostet 1.999 Dollar, und deine Watch hört jetzt mit
Jedes große Lab hat diese Woche etwas gelauncht, das direkt an deine eigenen Sachen geht. Metas Agent verschickt deine Mails und bucht deine Reisen, ChatGPT Images 2.5 bearbeitet ein Produktfoto, ohne die Marke drumherum neu zu zeichnen, und Apple hat dir ein Mikrofon ans Handgelenk geschnallt, das immer mithört. Gleichzeitig kam von Apple ein Weg, mit dem du beweisen kannst, dass ein Foto echt ist. Mittendrin hat ein Mathematiker ein Statement veröffentlicht, wie OpenAI vor ihm zu einem Beweis für ein Millennium-Problem gekommen ist. Und Gemini hat eine Wanderung geplant, die mit einem Rettungseinsatz geendet hat. Wenn ein Tool, das du nutzt, jetzt selbst mit deinen Daten arbeitet, ist das die Woche, in der du nachschaust, was es eigentlich anfassen darf.
Meta: Muse bekommt Hände
Meta hat Muse am Dienstag in den USA gelauncht, einen persönlichen Agent, der Mails verschickt, Reisen bucht und dein Auto verkauft, während du woanders bist. Jede Instanz läuft in einer eigenen Cloud-VM und arbeitet deshalb weiter, wenn du die App schließt. Gebaut ist Muse auf dem Open-Source-Framework OpenClaw, angebunden an Kalender, Mail, Zahlungen, Gesundheit, Shopping und Smart Home.
Es gibt eine Gratis-Stufe, danach 20 und 100 Dollar im Monat. Muse kommt als eigene App und direkt in WhatsApp, Support für die Ray-Ban-Brillen ist unterwegs.
Meta hatte Muse im April wegen Sicherheitsbedenken verschoben und es jetzt trotzdem rausgebracht. Der eigene VP für AI-Produkte sagt, dass der Agent in internen Tests immer noch Aufgaben ohne Erklärung fallen lässt. In einem Test sollte Muse nur die Spielsachen auf einem Kindergeburtstag erkennen und hat sich dafür gleich die privaten iCloud-Fotos des Users geholt.
Da sitzt jetzt also ein Agent mit Zugriff auf Zahlungen in der Messaging-App, in der deine Kunden sowieso leben. Leg fest, was er anfassen darf, bevor das jemand in ihrem Team für sie entscheidet.
OpenAI: Images 2.5 macht Schluss mit dem Neu-Rendern
ChatGPT Images 2.5 ist ebenfalls am Dienstag gekommen, und das geht direkt an die Arbeit von Freelancern und Agenturen. Das Modell ändert nur das, wonach du gefragt hast, und lässt alles andere in Ruhe. Es bleibt über viele Bearbeitungsrunden hinweg konsistent, ohne schlechter zu werden, und kann endlich ordentlich mit transparenten Hintergründen umgehen. Du tauschst also ein Produkt, einen Hintergrund oder eine Textzeile, ohne die Komposition und das Branding drumherum neu aufzubauen.
Die Latenz ist gegenüber Images 2.0 um bis zu 50% gesunken. In der API gibt es zwei Varianten, Flare als schnellen Standard und Sunburst für langsamere, präzisere Kampagnenarbeit. Adobe hat beide schon in Firefly eingebaut.
Dazu kommt Sketch. Du kritzelst in ChatGPT ein grobes Layout hin, und das wird zur Vorlage für das fertige Bild. Außerdem gibt es Templates für Poster und Merch und Kommentare, die du an eine bestimmte Stelle im Bild pinnen kannst.
OpenAI sagt, dass über ChatGPT und die API mehr als 3 Milliarden Bilder pro Woche entstehen. Genau mit dieser Zahl wird dein Design-Budget beim Kunden gerade ganz leise verglichen.
Apple: Das Foldable, die Watch, die zuhört, und Siri AI
Apple hat am Mittwoch sein Herbst-Event abgehalten, das erste unter dem neuen CEO John Ternus, und das Foldable gibt es jetzt wirklich. Das iPhone Duo startet bei 1.999 Dollar mit 256GB und misst aufgeklappt 7,6 Zoll und zugeklappt 5,4. Es hat eine Kamera unter dem Display und ein Scharnier aus Grade-5-Aluminium mit über 100 konstruierten Einzelteilen. Vorbestellungen starten am 16. Oktober, in den Läden ist es ab dem 23.
Der Rest kommt früher. Das iPhone 18 Pro kostet 1.199 Dollar und das Pro Max 1.299 Dollar, beide 100 Dollar mehr als letztes Jahr, mit einem 48-MP-Sensor hinter einer variablen Blende aus sechs Lamellen und manuellen Pro-Einstellungen bis hin zu Verschlusszeit und Histogramm. Die Watch Series 12 kostet 399 Dollar, die Ultra 4 499 Dollar, die AirPods 5 gibt es ab 129 Dollar. Alle drei kommen am 18. September, die Vorbestellung für die Pros startet am Samstag.
Wenn du auf iOS baust, ist Siri AI der größere Brocken. Es kommt am Montag mit iOS 27, noch in der Beta und nur auf Englisch. Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch folgen im Oktober, dazu kommen tägliche Nutzungslimits und ein angekündigter Bezahlzugang für später. Und wegen des DMA hält Apple es in der EU zurück, auf iPhone, iPad und Watch, während es auf Mac und Vision Pro ausgerollt wird. Festland-China bekommt es auch nicht.
Auf der Watch fasst Apple die Neuerungen unter Audio Intelligence zusammen. Siri Recap hört im Hintergrund mit und schreibt Titel, Zusammenfassung und Kernpunkte in die Siri-App. Live Rewind zeigt dir die letzten 15 Sekunden als Text, wenn du zweimal auf die Krone drückst. Sound Recognition meldet Sirenen, Alarme, Türklingeln und ein weinendes Baby.
Laut Apple werden keine Aufnahmen gespeichert, und das Roh-Audio bleibt unzugänglich. Siri Recap erkennt keine Sprecher, Live Rewind ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt, und du kannst das Feature zeitlich planen oder abdrehen.
In derselben Keynote kam dann Apple Reference Image. Das iPhone 18 Pro signiert die Sensordaten schon bei der Aufnahme, Private Cloud Compute macht daraus ein unveränderbares digitales Negativ in Fotos, und jede spätere Version lässt sich damit abgleichen. Für Entwickler gibt es APIs, und Apple unterstützt SynthID.
Apple hat also auf derselben Bühne und am selben Tag einen Weg gebracht, mit dem du beweist, dass ein Bild echt ist, und einen, der jedes Gespräch um dich herum zusammenfasst. Und wenn du iOS-Produkte für europäische Kunden baust, worauf designst du eigentlich nächstes Jahr? Der Assistent, auf den die ganze Branche hinoptimiert, läuft auf den Macs deiner User und bleibt von ihren Handys weg.
Navier-Stokes: Der hässlichste Streit in der AI-Forschung
NYU-Professor Tristan Buckmaster hat am Dienstag drei Beweise veröffentlicht, die beim Navier-Stokes-Problem zu Existenz und Glattheit weiterkommen, einem der sieben Millennium-Probleme mit 1 Million Dollar Preisgeld. Er hat dafür mit dem Anthropic-Mathematiker Levent Alpöge gearbeitet, mit Codex und Claude. Ein paar Stunden später hat OpenAI einen vollständigen Beweis für dasselbe Problem veröffentlicht, erstellt von einer Gruppe von Agents auf einem Modell der nächsten Generation, das laut OpenAI deutlich stärker ist als GPT-6 Astra.
In Buckmasters Statement steht, dass Informationen über ihren Fortschritt vor der Veröffentlichung bei OpenAI gelandet sind und dass der eigene Lauf von OpenAI erst am 1. September gestartet ist, also danach. Die Woche hat laut TechCrunch 300 Milliarden Output-Tokens verbraucht, rund 22,5 Millionen Dollar Rechenleistung zu Astra-Listenpreisen. Buckmaster wirft außerdem einem OpenAI-Mathematiker vor, ihn gebeten zu haben, Alpöge aus den Credits zu streichen, und auf seine Weigerung mit "Why would you ruin your career?" geantwortet zu haben.
OpenAI sagt, die eigenen Forscher hätten die Arbeit vor der Veröffentlichung nie gesehen, und die beiden Beweise würden sich deutlich unterscheiden.
Buckmaster hat die ganze Zeit intensiv mit Codex gearbeitet, und OpenAI behält sich vor, auf Codex-Interaktionen zu trainieren, solange du nicht widersprichst. Schau also nach, was deine Agent-Tools mit deiner Kundenarbeit machen dürfen. Zugestimmt hast du wahrscheinlich vor achtzehn Monaten mit einer Checkbox.
Google: Gemini hat die Jause gepackt
Drei Wanderer mussten letztes Wochenende vom Mount Shasta gerettet werden, nachdem sie die Tour mit Gemini geplant hatten. Sie sind um 3 Uhr früh los und um 19 Uhr am Gipfel gestanden, obwohl die Faustregel sagt, bis Mittag umzudrehen. Dann haben sie den Abstieg im Dunkeln probiert und die Nacht im Mud Creek Canyon verbracht, bis die Ranger bei ihnen waren. Laut Sheriff-Büro hatte Gemini ihnen geraten, deutlich weniger Essen und Wasser mitzunehmen, als die Gruppe gebraucht hat.
Für die verpasste Umkehrzeit kann Gemini nicht allein was. Aber es hat eine selbstbewusste Antwort auf eine Frage geliefert, bei der ein Fehler etwas kostet, und niemand in der Kette hat das nachgeprüft.
Das ist derselbe Fehler wie bei einem Agent, der den falschen Flug bucht oder die falsche Migration laufen lässt, halt mit schönerer Aussicht. Wenn ein Agent in deinem Produkt Fragen beantwortet, bei denen eine falsche Antwort Geld oder Sicherheit kostet, bau die Prüfung ein, bevor er live geht.
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Häufige Fragen
Was ist Meta Muse und was kostet es?
Was ist neu bei ChatGPT Images 2.5?
Was kostet das iPhone Duo und wann kann man es kaufen?
Kommt Siri AI in die EU?
Was macht Siri Recap auf der Apple Watch?
Hat OpenAI das Navier-Stokes-Millennium-Problem gelöst?
Was ist mit den Wanderern passiert, die den Mount Shasta mit Gemini geplant haben?
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