Metas erstes Frontier-Modell will sich an dich erinnern
Meta und Google sind diese Woche beim selben API-Preis gelandet, 4 Dollar Input und 20 Dollar Output pro Million Tokens, und das sagt einiges darüber, wo das Modellrennen gerade steht. Die Unterschiede liegen jetzt rund um das Modell, bei Gedächtnis, Design-Kontext und Mikrofonen, die nie ganz abschalten. Meta hat sein erstes Frontier-Modell mit Active Memory gebracht, Google rollt Gemini 4 Argon mit einer schon fixierten Preiserhöhung aus, Apple gibt Siri einen Bildschirm, und Bee von Amazon greift Plaud mit einem Recorder um 75 Dollar an. Dazu haben Ray-Ban-Meta-Brillen ungefragt aufgenommen, und Figma will, dass sich Agents an ein geschriebenes Regelwerk halten.
Google: Gemini 4 Argon kommt mit Ablaufdatum beim Preis
Google hat am 13. Oktober begonnen, Gemini 4 Argon an Abonnenten von AI Pro und AI Ultra auszurollen, nachdem es letzten Monat nur für Ultra gestartet war. Laut Google relativiert es weniger, hält sich besser an Stilvorgaben und meldet bei langen Aufgaben öfter seinen Fortschritt. Die Gemini-App für macOS öffnet jetzt auch Antigravity, Googles agentische Coding-Oberfläche.
Die Zahlen für Entwickler kommen von Google selbst, lies sie also als Pitch. Argon soll geholfen haben, rund 6 Millionen Zeilen in einem Chrome-Ordner mit 40 Millionen Zeilen zu refactoren, in Wochen statt Monaten.
Für deine Kalkulationen zählt vor allem der Preis. Die API kostet bis 30. November 2 Dollar pro Million Input-Tokens und 10 Dollar pro Million Output-Tokens, danach 4 und 20 Dollar. Für Antigravity, AI Studio und Android Studio brauchst du weiterhin Ultra. Wenn du in diesem Quartal AI-lastige Arbeit anbietest, schreib den Preissprung also in die Annahmen.
Meta: Muse Wonder will sich an dich erinnern
Das Superintelligence Lab von Meta hat am 12. Oktober Muse Wonder veröffentlicht, dazu ein größeres Geschwistermodell namens Muse Wonder Full. Auf Metas eigener Model Card liegen beide in der Nähe von Fable 5.1 und GPT-6 Astra, konkrete Werte nennt TechCrunch allerdings keine. Die API kostet 4 und 20 Dollar pro Million Tokens. Wonder Full gibt es nur für Abonnenten von Muse Code und nicht über die API.
Das Hauptfeature heißt "Active Memory", ein Modell, das sich über Wochen und Monate merkt, was einem User wichtig ist. Auf MemoryBench soll es Fable, Opus und Astra schlagen, einem Benchmark, den Meta selbst ausgesucht hat.
Beim Gedächtnis entsteht der Lock-in. Willst du die Projekthistorie deiner Kunden wirklich in einem Modell liegen haben, das du nicht an einem Nachmittag austauschen kannst? Meta ist spät dran an der Frontier und kommt gleich mit dem Feature, das die anderen noch als Add-on behandeln.
Apple: HomeView gibt Siri einen Bildschirm
Apple hat am 13. Oktober HomeView vorgestellt, ein 7-Zoll-Display fürs Smart Home mit FaceTime-Kamera und dem Lautsprecher im Sockel, um 299 Dollar in den USA. Vorbestellen kannst du schon, ausgeliefert wird ab 13. November. Es gibt auch Versionen für die Wandmontage, aber Halterung, Kabel und Netzteil kosten extra, an der Wand wird es also spürbar teurer.
Es läuft mit der neuen Siri AI, erkennt bis zu sechs Haushaltsmitglieder und stellt den Bildschirm auf die Person um, die gerade davorsteht. Apple hat außerdem ein smartes Türschloss, Sicherheitskameras und eine Türklingel angekündigt, HomeView ist also der Anfang einer ganzen Produktreihe. Es zielt direkt auf Echo Show und Nest Hub.
Berichten zufolge war Siri schuld an den Verzögerungen, also passt es, dass Siri AI und HomeView gemeinsam kommen. Siri bekommt endlich einen Körper.
Amazon: Bee greift Plaud mit einem Recorder um 75 Dollar an
Bee von Amazon hat am 15. Oktober zwei neue Geräte gebracht. Der Bee Frontier ist ein Wearable fürs Handgelenk oder die Kleidung um 74,99 Dollar und schon erhältlich. Der Bee Eclipse ist ein Puck in Kreditkartengröße, der magnetisch hinten am Handy haftet, um 99,99 Dollar und kurz danach verfügbar. Die Note von Plaud startet bei 159 Dollar, Amazon ist also rund halb so teuer.
Beide nehmen Gespräche auf und machen daraus Zusammenfassungen, To-dos und Kalendereinladungen, und sie hängen sich an Gmail, Outlook, Google Calendar und Alexa. In der Gratisversion bleiben 14 Tage Gedächtnis. Bee Pro um 11,99 Dollar im Monat bringt unbegrenzte Zusammenfassungen und die Integrationen mit Amazon und Alexa+. Das rohe Audio wird nach der Verarbeitung gelöscht, und die Transkripte sind mit Schlüsseln verschlüsselt, die am Gerät liegen.
Rechne damit, dass Kunden innerhalb eines Monats danach fragen. Wo die Geräte ausgeliefert werden, steht im Artikel nicht, prüf also Verfügbarkeit und die Datenschutzregeln deines Kunden, bevor du eines empfiehlst.
Smart Glasses: Metas Brillen nehmen von selbst auf, Samsungs Specs sind geleakt
Auf Reddit haben sich diese Woche Berichte gehäuft, dass Ray-Ban-Meta-Brillen ungefragt Aufnahmen und Meta-AI-Sessions starten. Manche Besitzer hatten das Wake Word "Hey Meta" gar nicht aktiviert, und einer hat es auf drei Brillen erlebt. Meta hat Android Authority gesagt, das Problem sei "resolved", und die Ursache nicht erklärt. Die LED hat geleuchtet, heimlich gefilmt wurde also niemand. Aufgenommen wurden die Leute trotzdem, ohne das zu wollen.
Die Konkurrenz rückt näher. Ein Leak von Samsungs ersten Android-XR-Brillen zeigt Fassungen von Warby Parker und Gentle Monster, 41 Gramm, eine 12-MP-Kamera und neun Stunden Akku, und ein Release im November wird gemunkelt. Nothing baut Berichten zufolge ein Kameramodell mit eingebautem ChatGPT, das kommt allerdings von einer einzigen Quelle und ohne Datum.
Kameras im Gesicht kommen schneller als die Regeln dafür.
Figma: Agents bekommen ein Regelwerk
Auf seinem ersten Config-Event in Indien hat Figma am 14. Oktober Figma Specs angekündigt, einen Markdown-Editor, in dem Teams ihre Designsprache aufschreiben, damit sich Menschen und Agents gleichermaßen daran halten können. Specs verlinken auf Canvas-Elemente, Code Layers und Libraries. Code Layers sind außerdem in die Public Beta gegangen, und Figmas MCP-Server hat mehr als 20 neue Tools bekommen.
Chief Design Officer Loredana Crisan hat das Problem mit AI-Output in Zahlen gefasst. Teams liefern 17-mal mehr Codezeilen, aber nur 1,3-mal mehr Releases, weil vieles davon "built to discover what the product is" ist.
Die Lösung haben Agenturen eh schon, ein dokumentiertes Designsystem. Es so aufzuschreiben, dass Agents es lesen können, ist jetzt ein Deliverable, das du verkaufen kannst. Und wenn die Guidelines deiner Kunden noch in einem PDF liegen, ist diese Woche ein guter Zeitpunkt, sie dort rauszuholen.
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Häufige Fragen
Was kostet die API von Gemini 4 Argon?
Was ist Meta Muse Wonder und was macht Active Memory?
Was kostet Apple HomeView und wann kommt es?
Was kosten Bee Frontier und Bee Eclipse von Amazon?
Warum haben Ray-Ban-Meta-Brillen von selbst aufgenommen?
Was ist Figma Specs und was bringt es für AI-Agents?
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