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Nvidia kauft Hugging Face um 12,9 Milliarden Dollar

Nvidia hat 96,2 Milliarden Dollar Umsatz gemeldet, sich Hugging Face um 12,9 Milliarden Dollar gesichert und nebenbei eine Forschungsarbeit veröffentlicht, die zeigt, dass das Gerüst rund um ein Modell mehr bringt als das Modell selbst. ChatGPT loggt sich jetzt für dich in Websites ein. Apple packt seinen ersten 2nm-Chip in den Mac mini, eine Woche bevor Tim Cook übergibt. Waymo bringt Robotaxis nach München. Und die Fitbit-Gründer sind mit einem Wearable ohne Display zurück.

Nvidia: Rekordquartal, ein 12,9-Milliarden-Einkauf und ein Research-Drop

Drei Nvidia-Storys diese Woche, und sie ergeben nur zusammen wirklich Sinn. Nvidia hat am Mittwoch 96,2 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal gemeldet, ein Plus von 106% gegenüber dem Vorjahr, allein das Data-Center-Geschäft liegt bei 89 Milliarden. Für Q3 stellt Nvidia 105,8 bis 110,1 Milliarden in Aussicht.

Dann das Geldausgeben. The Information hat Mittwochnacht berichtet, dass sich Nvidia mit Hugging Face auf einen Kauf um 12,9 Milliarden Dollar geeinigt hat. Business Insider sagt, unterschrieben ist noch nichts und es kann noch platzen. Kommentiert hat es bisher keines der beiden Unternehmen, was bei Nvidia auffällt. Normalerweise korrigieren sie Berichte, die ihnen nicht passen, innerhalb von Stunden.

Die Logik dahinter ist simpel genug. OpenAI, Google, Amazon und Anthropic bauen mittlerweile alle eigene Chips, ein lebendiges Open-Source-Ökosystem hält also den Rest des Marktes auf Nvidia-Hardware. Und es bringt Nvidia zurück in die Cloud, nachdem sie DGX Cloud letztes Jahr zurückgefahren haben. Hugging Face macht rund 150 Millionen Dollar Umsatz, das sind also ungefähr 86x. Teuer ist das schon. Aber sie haben gerade 96 Milliarden in einem Quartal eingefahren.

Und dann die Forschung. Nvidia hat am Freitag gezeigt, dass ein eigenes Harness mit sauberem Memory-Handling und einem Supervisor-Agent über dem arbeitenden Agent Claude Opus 5 von 30% auf 100% bei ARC-AGI-3 gebracht hat. Das ist ein Benchmark aus 2D-Spielen ohne Anleitung, das Modell muss sich die Regeln selbst erarbeiten. Gleiches Modell, anderes Gerüst drumherum. Databricks hat im Juli etwas Ähnliches gefunden, dort hat das falsche Harness die Inferenzkosten beim identischen Modell verdoppelt. Wenn dein Agent-Build also underperformt, schau dir das Scaffolding an, bevor du das Modell tauschst. Das ist der Teil, den du wirklich in der Hand hast.

Hugging Face hat diese Woche außerdem gemeinsam mit Pollen Robotics Microduck gelauncht, einen armlosen Roboter um 399 Dollar, der watschelt, mit einem beweglichen Schnabel kleine Dinge aufhebt und Kamera, Mikro, Lautsprecher und ein kleines Lidar mitbringt. Zielgruppe sind Devs, die ihm über Reinforcement Learning Tricks beibringen wollen. Clem Delangue sagt, er sei "made to move, ready to fall" designt, und hält 50.000 verkaufte Stück für einen Erfolg. In der Woche, in der du dich angeblich auf einen Verkauf um 12,9 Milliarden einigst, eine Ente zu shippen, ist schon ein Flex.

OpenAI: ChatGPT loggt sich jetzt für dich in Websites ein

OpenAI hat das am Dienstag rausgehauen, die Ankündigung hat 4,1 Millionen Views gezogen, die Leute haben die Tragweite also sofort verstanden. ChatGPT Work kann sich jetzt über Computer und Browser auf Web und Mobile in Websites einloggen, ohne dass ChatGPT dabei jemals deinen Benutzernamen oder dein Passwort sieht. Es blendet den Login-Screen ein, du tippst deine Daten ein oder nimmst den Passwortmanager, und es arbeitet weiter, während du weggehst. Zahlungen und Buchungen brauchen weiterhin deine Bestätigung.

Im selben Release kamen Scheduled Tasks dazu, die per Webhook starten. Eine neue Gmail-Nachricht, ein Post in einem Slack-Channel oder ein Pull Request auf GitHub kann also von sich aus einen Task auslösen. Das ist Cron, plus ein eingeloggter Browser, plus ein Modell. Rechnungen ins Buchhaltungstool und Action Items ins Lieferantenportal sind genau die Ops-Arbeit, die in einer Agentur Junior-Stunden frisst, und die läuft ab jetzt unbeaufsichtigt.

Aber willst du einen Agent, der eine aktive Session im System deines Kunden offen hält? Lies die Berechtigungen sauber durch, bevor du das im Team ausrollst. Der Blast Radius ist hier deutlich größer als eine falsche Antwort im Chatfenster.

Apple: Neuer Mac mini und ein neuer CEO

Apple hat am Dienstag einen neuen Mac mini angekündigt, mit dem M6, dem ersten 2nm-Chip von Apple, darüber gibt es eine M5-Pro-Option. Apple verspricht bis zu 4x schnellere AI-Performance als beim M4-Modell, eine doppelte 16-Core Neural Engine und 170GB/s Speicherbandbreite. Er startet bei 899 Dollar statt bisher 799 und wird ab 22. September ausgeliefert.

Die Nachfrage nach den M4-Minis war schon vorher gestiegen, weil Leute lokale Agents darauf laufen lassen, und Apple hat das offensichtlich mitbekommen. Eine leise Kiste unter dem Schreibtisch, die Modelle lokal fährt, ist eine echte Antwort auf Cloud-Preise pro Token. Vor allem für Agenturen, die auf Kundendaten sitzen, die sie lieber nicht an irgendeine API schicken.

Das Ganze landet genau eine Woche, bevor Tim Cook am 1. September an John Ternus übergibt. Ternus hat jahrelang die Hardware-Entwicklung geführt, eine Local-AI-Maschine in seiner Übergabewoche sagt also einiges darüber, wohin er drücken wird. Die Keynote ist in zwei Wochen, blockier sie dir gleich im Kalender.

Waymo: München bekommt die ersten Robotaxis der EU

Waymo kommt nach Europa. Das Unternehmen hat am Dienstag angekündigt, dass in den nächsten Wochen die schrittweisen Tests in München starten, der öffentliche Launch ist für Ende 2027 geplant. Damit ist München Waymos dritter Markt außerhalb der USA und der erste innerhalb der EU.

Die erste Flotte ist klein und komplett elektrisch, Jaguar I-Pace. Am Anfang geht es um hochauflösende Straßenkarten, das Training lokaler Autonomie-Spezialisten und die Anpassung der Software daran, wie die Leute dort tatsächlich fahren. Wer schon einmal um 17 Uhr am Mittleren Ring gestanden ist, weiß, dass das ein wirklich hartes Problem ist.

Für den DACH-Raum hört autonomes Fahren damit auf, eine amerikanische News-Story zu sein. Und es startet eine Uhr. Die regulatorische Vorlage, die in München entsteht, ist die, über die Wien ein Jahr später streiten wird. Wenn deine Kunden mit Mobilität, Logistik oder Versicherung zu tun haben, steht dieses Gespräch ab jetzt in deinem Kalender, ob du es eingetragen hast oder nicht.

XPeng: 900 Millionen Dollar für einen Roboter, den noch niemand gekauft hat

Die Robotik-Einheit von XPeng hat über 900 Millionen Dollar aufgenommen, bei einer Post-Money-Bewertung von über 6,3 Milliarden Dollar, angeführt von IDG Capital, mit Tencent und Alibaba an Bord. XPeng nennt es die größte einzelne Privatrunde in chinesischer Physical AI bisher. Rund 600 Millionen kamen von externen Investoren, der Rest von einer XPeng-Tochter und aus der Führungsebene.

Das Produkt heißt IRON, ein Humanoid mit 76 Freiheitsgraden im Körper und 21 in jeder Hand, gebaut auf Chips, Controllern und Motion-Modulen, die XPeng selbst entwickelt hat. Die Massenproduktion ist für Ende dieses Jahres angepeilt, zuerst in XPengs eigene Stores und Campus, danach kommerzielle Auslieferungen in China und international ab 2027.

Verkauft haben sie bisher kein einziges Stück. Aber EV-Hersteller besitzen bereits die Batterien, Motoren, Sensoren, den Vision-Stack und die Fabrikdisziplin, die Humanoide brauchen, der Vorsprung ist also real. Und in derselben Woche hat das US-Robotik-Startup Generalist weitere 200 Millionen Dollar geholt, keine zwei Monate nach einer 400-Millionen-Runde. Das sind über 1,1 Milliarden Dollar in einer einzigen Woche in Roboter-Intelligenz, und keiner davon wartet auf ein ausgeliefertes Produkt.

Luffu: Die Fitbit-Gründer sind zurück

James Park und Eric Friedman, die beiden hinter Fitbit, haben am Dienstag Luffu Link gelauncht. Ein Band um 250 Dollar ohne Display, mit LTE, Gesundheitssensorik rund um die Uhr, Sprachaufzeichnung, Standorterkennung und einem Weg, im Notfall Vertrauenspersonen zu erreichen. Fünf Tage Akku, LTE inklusive, kein eigener Mobilfunkvertrag nötig. Vorbestellungen laufen, ausgeliefert wird Anfang 2027.

Das fehlende Display ist die ganze Idee. Das Band arbeitet mit der Luffu-App zusammen, die sie heuer schon veröffentlicht haben und die mit AI die Gesundheitsinfos einer Familie ordnet und Veränderungen markiert, die man sich anschauen sollte. Das Band ist also Sensor und Notrufkette, die Intelligenz sitzt komplett woanders.

Nach einem Jahrzehnt, in dem Uhren versucht haben, kleine Handys zu werden, ist ein Wearable, das bewusst weniger macht, die spannendere Wette. Wenn du also Health-Produkte baust, überleg dir, wie viel von deinem Interface deine User überhaupt vermissen würden.

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Häufige Fragen

Wie viel zahlt Nvidia für Hugging Face?
The Information hat im August 2026 berichtet, dass sich Nvidia mit Hugging Face auf einen Kauf um 12,9 Milliarden Dollar geeinigt hat. Hugging Face macht rund 150 Millionen Dollar Umsatz, der Preis liegt damit bei ungefähr 86x. Business Insider sagt, unterschrieben ist noch nichts und der Deal kann noch platzen. Kommentiert hat den Bericht bisher keines der beiden Unternehmen.
Was hat Nvidia im zweiten Quartal gemeldet?
Nvidia hat 96,2 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal gemeldet, ein Plus von 106% gegenüber dem Vorjahr, allein das Data-Center-Geschäft liegt bei 89 Milliarden. Für Q3 stellt Nvidia 105,8 bis 110,1 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Zahlen kamen am selben Tag wie der Bericht über den Kauf von Hugging Face um 12,9 Milliarden.
Kann sich ChatGPT für mich in Websites einloggen?
Ja. ChatGPT Work kann über Computer und Browser auf Web und Mobile Logins auf Websites durchführen, ohne dass ChatGPT dabei deinen Benutzernamen oder dein Passwort sieht. Es blendet den Login-Screen ein, du tippst deine Daten ein oder nimmst den Passwortmanager, und es arbeitet weiter, während du weggehst. Zahlungen und Buchungen brauchen weiterhin deine Bestätigung. Im selben Release kamen Scheduled Tasks dazu, die per Webhook starten.
Was kostet der neue Mac mini mit M6?
Der neue Mac mini startet bei 899 Dollar, bisher waren es 799, und wird ab 22. September 2026 ausgeliefert. Er läuft mit dem M6, dem ersten 2nm-Chip von Apple, darüber gibt es eine M5-Pro-Option. Apple verspricht bis zu 4x schnellere AI-Performance als beim M4-Modell, eine doppelte 16-Core Neural Engine und 170GB/s Speicherbandbreite.
Wann starten die Waymo-Robotaxis in München?
Die schrittweisen Tests starten innerhalb weniger Wochen nach der Ankündigung im August 2026, der öffentliche Launch ist für Ende 2027 geplant. München ist Waymos dritter Markt außerhalb der USA und der erste innerhalb der EU. Die erste Flotte ist klein und komplett elektrisch, mit Jaguar I-Pace, und am Anfang geht es um hochauflösende Straßenkarten, das Training lokaler Autonomie-Spezialisten und die Anpassung der Software an das lokale Fahrverhalten.
Wie viel Geld hat XPeng für seine Robotik-Einheit aufgenommen?
XPengs Robotik-Einheit hat über 900 Millionen Dollar aufgenommen, bei einer Post-Money-Bewertung von über 6,3 Milliarden Dollar, angeführt von IDG Capital, mit Tencent und Alibaba an Bord. Rund 600 Millionen kamen von externen Investoren, der Rest von einer XPeng-Tochter und aus der Führungsebene. XPeng nennt es die größte einzelne Privatrunde in chinesischer Physical AI bisher. Das Produkt heißt IRON, ein Humanoid mit 76 Freiheitsgraden im Körper und 21 in jeder Hand.
Was ist Luffu Link?
Luffu Link ist ein Band um 250 Dollar ohne Display, von James Park und Eric Friedman, den beiden hinter Fitbit. Es macht Gesundheitssensorik rund um die Uhr, Sprachaufzeichnung und Standorterkennung, und es erreicht im Notfall Vertrauenspersonen. Der Akku hält fünf Tage, LTE ist ohne eigenen Mobilfunkvertrag dabei, Vorbestellungen laufen und ausgeliefert wird Anfang 2027.

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